28. JANUAR 2015

Unabhängiger Bericht zum Schutz von Mensch und Umwelt notwendig

 

In den 1970er und 80er Jahren wurden im Steinkohlebergbau an der Saar giftige PCBhaltige Flüssigkeiten eingesetzt. Gemäß Erblastenvertrag zur Bewältigung der Ewigkeitslasten des Steinkohlenbergbaus hat die RAG AG 2014 ein Konzept zur langfristigen Optimierung der Wasserhaltung vorgelegt. Diese Konzepte werden momentan zwischen der RAG AG und der zuständigen Landesbehörde diskutiert.
Der saarländische Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze warnt vor den katastrophalen Konsequenzen, welche die geplante Flutung unter solchen Bedingungen verursachen könnte: „Werden die Zechen nun geflutet, droht die Gefahr, dass die Gifte ausgespült werden und in Flüsse und Trinkwasser gelangen. Nur etwa 10 Prozent der giftigen Schmieröle wurden ordnungsgemäß entsorgt. Bereits kleinste Mengen an PCB reichern sich über die Nahrungskette im Körper von Mensch und Tier an und schädigen Leber, Nieren und das Nervensystem. Das saarländische Umweltministerium hatte bereits 2010 davor gewarnt, Fische aus der Saar aufgrund der PCB-Belastung zu essen.“ Ein Bericht des Untersuchungsausschusses des Saarländischen Landtages aus dem Jahr 1984 kommt zu dem Ergebnis, dass die „Sammlung und Beseitigung synthetischer Öle nicht in dem gesetzlich normierten Rahmen praktiziert“ worden ist. Erhebliche Mengen PCB sind damals ausgetreten und befinden sich noch heute in den Zechen. Die RAG AG kann keine genaue Angaben machen, wo genau die gefährlichen Stoffe verblieben sind. „Bevor geflutet wird, muss ein unabhängiger Bericht zu dem Ergebnis kommen, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. Es kann nicht sein, dass die RAG als Akteur, der fluten möchte, selbst für den Bericht verantwortlich ist. Bis zu einem unabhängigen Bericht sind alle Probeflutungen einzustellen!“, so Lutze abschließend.

 

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