11. Dezember 2015

Feierstunde für Manfred Römbell

 

 

Montag, 21. Juni 2010. In Saarbrücken wird der saarländische Schriftsteller Manfred Römbell tot in seiner Wohnung aufgefunden. Manfred Römbell, Jahrgang 1941, war Verfasser von Romanen, Erzählungen, Gedichten, Hörspielen und Fernsehdrehbüchern. Sein bekanntestes Werk ist die „Rotstraßentrilogie“, in der die Geschichte einer saarländischen Familie nach 1945 bis in die 70er Jahre erzählt wird. Im Mittelpunkt steht der junge Andreas Schöber, dessen Lebensweg Manfred Römbell in anpassungsfähiger Sprache, mit erfrischender Deutlichkeit und Offenheit beschreibt.

Manfred Römbell absolvierte nach dem Gymnasium eine Ausbildung zum Rechtspfleger. Nach einem kurzen Besuch der Staatlichen Werkkunstschule Saarbrücken und einer Tätigkeit als Buchhändler kehrte er in seinen ursprünglichen Beruf zurück. In den 1970er Jahren begann er mit dem Veröffentlichen literarischer Texte. Römbell erhielt 1969 den Kurt-Magnus-Preis der ARD, 1975 ein Reisestipendium des Auswärtigen Amtes, 1986 den Kunstpreis der Stadt Saarbrücken und 2002 den Otto-Weil-Preis der Stadt Friedrichsthal. Bereits kurz nach seinem Tod kam in seiner Heimatstadt die Idee auf, eine Straße nach ihrem bedeutenden Sohn zu benennen. Anfangs abgelehnt, wurde es auf Antrag der Fraktion DIE LINKE im Friedrichsthaler Stadtrat endlich Realität. Eine Straße im Neubaugebiet „Geißwies“ erhielt den Namen „Manfred-Römbell-Weg“.

Jürgen Trenz Fraktionsvorsitzender DIE LINKE: „In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg Stiftung/Peter-Imandt-Gesellschaft und des Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze war es uns nun möglich eine kleine Feierstunde zu organisieren“.
Über 40 TeilnehmerInnen waren sichtlich erfreut, dass so viele der Einladung gefolgt waren. Allen voran Römbells Schriftstellerkollegen Arnfried Astel, der einige Gedichte von ihm vortrug, Rainer Petto, Klaus Bernarding, Stefan Weszkalnys und der Literaturwissenschaftler Dr. Rainer Marx. Der Einladung waren auch die Beigeordneten der Stadt Friedrichsthal Anne Hauptmann und Peter Jung, Vertreter von SPD und Grünen und der Kreisvorsitzende der Linken im Reginonalverband Saarbrücken Lothar Schnitzler gefolgt. Jürgen Trenz: „Wir sind stolz darauf, dass der Sohn der Stadt endlich einen Weg erhalten hat. Friedrichsthal hat damit einen positiven Beitrag in der Diskussion um problematische Straßennamen geleistet. Die Benennung von Straßen in Neubaugebieten könnte ein Weg sein, verdienstvolle Menschen der Saar-Geschichte nicht der Vergessenheit anheimfallen zu lassen“.

 

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