18. JUNI 2016

Aktuelle Rentenpolitik mit einer abschließenden Betrachtung der Absichten von Andrea Nahles

 

 

Am 17. Juni 2016 fand in der N11 die Veranstaltung mit Volker Löwenberg zum Thema „Aktuelle Rentenpolitik mit einer abschließenden Betrachtung der Absichten von Andrea Nahles“ statt. Nach der Eröffnung durch Thomas Lutze (MdB, DIE LINKE) führte der Vortragende Löwenberg didaktisch wirklich hervorragend ganz unterschiedliche Aspekte rund um die Rente aus, regte dabei aber immer wieder auch zu lebhaften Diskussionen an, von denen hier einige aufgeführt sind:
Darstellung verschiedener Rentenarten; die Riesterrente kann man mit Hinweis auf die damalige „Goldgräberstimmung“ schnell ad acta legen.
Zwangsverrentung gem. §12a SGB - Beispiel: Wird man mit 60 arbeitslos, hat man zwei Jahre Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Ab 62 würde man dann in Hartz IV fallen. Betriebsrente bekommt man mit 65. Der Ansprechpartner im Arbeitsamt kann für einen „Leistungsbezieher“ die Rente, auch bei Verlusten, beantragen. Das deutliche Delta zur Grundversorgung muss man dann beim Sozialamt zusätzlich beantragen. Fakt ist, dass wenn man sich nicht abmeldet, kann es sein, dass man nicht mehr aus der Grundversorgung rauskommt.
Ausführungen zu Sterbetafel als Berechnungsgrundlage der Rente und abschlagsfreie Rente mit Hinweisen auf 40-45 Versicherungsjahren, 30 bzw. 35 Beitragsjahren sowie einen Riestervertrag, der mindestens 5 bzw. 10 Jahre bespart wurden.
Die Rente mit 63 bekommen schon mal nicht: Personen, die länger arbeitslos waren, alle Personen, die einen 450-Euro-Job hatten, Personen, die im Ausland gearbeitet haben und alle ALG II Empfänger.
Linke fordert die Beitragszahlung durch alle. Ziel die Entlastung der Staatskasse in Bezug auf die Grundsicherung. Beispiel: 20 Personen des Vorstandes der Deutschen Bank im Verglich zu 6500 Fordmitarbeiter. Beide Gruppen verdienen ungefähr gleich viel und würden bei Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze und proportionaler Einzahlung gleich viel in die Rentenkasse einzahlen. Die linke Forderung ist also sicherlich fair und realistisch.
Nahles „Flexi-Rente“ ist das Gegenstück zur Rente mit 63. Es wird „erst“ oberhalb von 450 Euro vom Zuverdienst 40% abgezogen. Recht unsinnig, kompliziert und grundsätzlich zu kritisieren. Entweder bekommt man Rente oder nicht.
Norbert Blüm: „Die Rente ist sicher!“ – Richtig, nur haben viele denn Nachgang „für mich“ überhört.
450 Euro dürfen auch Rentner dazuverdienen, aber erst ab dem regulären Altersbezug ab 65 Jahre, ohne die Rente einzubüßen. Bezieher von Witwenrenten dürfen bis zu 760 Euro hinzuverdienen.
Erwerbsminderungsrente. Es kommt nicht auf den vorherigen Beruf an, sondern wie viele Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gearbeitet werden kann. Unterscheidung zwischen teilweiser und voller Erwerbsminderung. Volle Rente unter 3 Stunden, 3-6 Stunden täglich, nur halbe Rente.
Auswirkungen, wenn man mehr als den maßgebenden Grenzbetrag (450 Euro) verdient. Zweimal im Jahr darf man den Doppelten des Grenzwertes verdienen.
„Volker Löwenberg hat eine Art auch komplexe Sachverhalte unglaublich anschaulich darzustellen, so dass man sie gut verstehen kann.“ so das Fazit dieses tollen Vortrags.

 

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