19. MÄRZ 2019

Brauchen wir weitere Autobahnen?

 

"Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten", so ein altes Sprichwort. In der Landeshauptstadt wird immer wieder diskutiert, ab man die bestehenden Autobahnen A1 / A6 / A620 / A 623 nicht besser verbinden kann. Lückenschlüsse und Querverstrebungen suggerieren, dass Staus vermieden und lästige Verkehrsbelastungen (Lärm, Abgase) vermindert werden können.

1. Nein: Zusätzliche Straßen und das Schließen von Lücken und Verengungen wird immer zu Folge haben, dass noch mehr Autos und LKW diese Straßen benutzen. Staus wird es vielleicht nicht mehr dort geben, wo sie heute Alltag sind, sondern 500/1000/2000 m weiter. Irgendwo ist immer eine Ampel, eine Ausfahrt, ein Unfall…

2. Nein: Saarbrücken hat auf den Fernstraßen kaum klassische Durchgangsverkehre. Der Ziel- und Quellverkehr Saarbrücken liegt bei ca. 85 Prozent. Macht man aber Umleitungen (z.B. von der A1 zur A623 oder von der A6 zur A620), dann fahren die meisten Fahrzeuge immer noch zu dem gleichen Ziel, meist mitten in der City oder in ein Gewerbegebiet. Klassische Fernverkehre bleiben auf der A6 (Mannheim-Metz) oder der A8 (Luxemburg - SLS/NK -Karlsruhe). Einzige Ausnahme sind LKW-Verkehre von der A1 (Trier) in Richtung A6 (Richtung Metz). Hier könnte das aktuelle Chaos in der Lebacher Str. verringert werden, das dann aber spätestens zum Ludwigkreisel/Westspange verlagert wird.

3. Nein: Eine Verschwenkung A6 – Deutschmühltal – A620 macht sehr wenig Sinn, da der Aufwand erheblich ist und Verkehre aus Richtung Frankreich nach Völklingen/Saarlouis kaum über Saarbrücken laufen. Die A620 ist zwischen Saarbrücken und Völklingen für ihre werktägliche Stauanfälligkeit bekannt, LKW fahren eher über Überherrn/Lisdorf.

Nein. Will man wirklich etwas verändern, braucht man einen viel besseren und kostengünstigeren ÖPNV als Alternative zum Autoverkehr.

Güterfernverkehre gehören auf die Schienen, Güterlieferverkehre auf moderne, leise und schadstoffarme Fahrzeuge. Während die Öffentlichkeit über die Diesel-PKW schimpft, müsste dringend Hand angelegt werden bei den LKWs. Hier könnten Wasserstoff-Fahrzeuge schon längst die Regel anstatt Prototypen sein.

 

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