18. JUNI 2021

Saar-Linke kritisiert aktuelle Tarifreform des SaarVV scharf

 

Während im benachbarten Luxemburg die Menschen kostenlos Bus und Bahnen nutzen können, erlebt das Saarland ab dem 1. Juli eine Tarifreform, die ihren Namen nicht verdient. Im Nachbarland hingegen hat die Reform zu einer deutlichen Verlagerung des Mobilitätsverhaltens zu Gunsten des ÖPNV und des Klimaschutzes geführt.
Die Saar-LINKE fordert wirksame Preisnachlässe für Stammkundinnen und -kunden. Im Jahresabo sollte das Ticktet pro Monat und Landkreis/Regionalverband lediglich 20 Euro kosten, für zwei Kreise 30 Euro und landesweit 40 Euro. Aktuell verlangt der SaarVV zwischen 90 und 100 Euro für derartige Abo-Monatskarten.
Gänzlich kostenfrei müssen Tickets für Schülerinnen und Schüler sein. Diese Personengruppe verfügt über kein eigenes Einkommen und ist abhängig vom Einkommen der Eltern. Will man ernsthaft vermeiden, dass die Eltern ihre Kids via „Elterntaxi“ zur Schule bringen, muss diese Preisschraube gravieren verstellt werden. 40 bis 50 Euro für die Schüler-Monatskarte sind aktuell pro Kind zu zahlen.
Die Finanzierung dieser Forderungen ist ganz einfach: Ein Linienbus, der derzeit mit 3 Fahrgästen zum Beispiel von Losheim nach Merzig unterwegs ist, kostet im Betrieb genau so viel, wie wenn er mit 15 oder 20 Fahrgästen durch Saarland tourt. Durch deutlich höhere Nutzerzahlen des ÖPNV wird der Rückgang der Einnahmen pro Fahrgast ausgeglichen. Selbst Mehreinnahmen sind nicht auszuschließen, die dann für die Verbesserung des Fahrplanangebots investiert werden können.
Für DIE LINKE ist auch klar, dass derartige Reformen nicht allein Aufgabe des Tarifverbundes SaarVV sind. Die Landesregierung muss endlich tätig werden und sich stärker beim ÖPNV engagieren. Dass das Saarland bundesweit Schlusslicht bei der Nutzung des ÖPNV ist, liegt ein einer vollkommen verfehlten Verkehrspolitik der amtierenden großen Koalition.

 

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